In höchster Not? Rettungshubschrauber von Sparplänen bedroht: Wenn es lebensbedrohlich wird und schnell gehen muss, dann kann man sich in Bayern auf eines verlassen: ein Rettungshubschrauber kommt, um einen ins nächste Krankenhaus zu fliegen. Doch nun schlagen unter anderem DRF, ADAC und Johanniter Alarm: die Pläne der Bundesregierung zur Kostendämpfung bei den gesetzlichen Krankenkassen könnten die Luftrettung gefährden. Sie warnen gar vor einer "existenziellen Bedrohung ihrer Rettungshubschrauber". Die Sparpläne stünden in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten dieser sicherheitskritischen Infrastruktur. Ändere sich daran nichts, könnten Patienten künftig für nötige Helikopterflüge zahlen oder länger auf Hilfe warten müssen. / Raketen-Abwehr: Was, wenn der hybride Krieg ins Dorf kommt? In Friesenried bei Kaufbeuren gibt es einen Vogellehrpfad und einen Mammutbaum. Ansonsten: noch mehr Natur und Ruhe. Doch bald könnte im Wald der neueste Hightech-Radar für das Raketenabwehrsystem "Arrow" stehen. Es soll mit Standorten im Norden, Osten und Süden Deutschlands ballistische Mittel- und Langstrecken–raketen abfangen und spätestens ab 2030 Deutschlands Landesverteidigung sichern. Doch in Friesenried fühlen sich die Menschen von dem Vorhaben überrumpelt: Es gebe naturschutzrechtliche und trinkwassertechnische Bedenken, vor allem aber taucht die Frage auf, was es bedeutet, in Zukunft neben einem militärischen Hochsicherheitsgebiet zu leben. Am Arrow-Standort in Brandenburg wurden erst im Dezember verdächtige Drohnen gesichtet wurden. Manche Leute in Friesenried beschleicht da ein mulmiges Gefühl. Sie fragen sich: Macht die Ansiedlung eines Radarsystems, welches dem Schutz vor Angriffen dient, einen Ort wie Friesenried erst zum Ziel von Angriffen? / Verpackungs-Regeln: Neue Verordnung zwingt Händler in die Knie: 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen allein in Deutschland jedes Jahr an. Und beim boomenden Online-Handel ist da auch kein Ende in Sicht. Es braucht also EU-weite Regelungen, um der Müllflut Herr zu werden, da sind sich eigentlich alle einig. Nur: WAS jetzt kommt, ist so bürokratisch, dass vor allem kleine Händler sich gezwungen sehen, aufzugeben. Wie so oft gilt: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. / Drama mit Ansage? Wenn Stalking-Opfer nicht geschützt werden: Schon letztes Jahr berichtete quer über den Fall von Claudia (Name geändert): Sie wurde bedrängt, bedroht, beleidigt, doch trotz mehrerer Gerichtsverhandlungen und Bewährungsstrafen blieb ihr Stalker auf freiem Fuß. Schlussendlich landete er doch noch im Gefängnis. Doch auch in Haft zeigte der Täter keine Einsicht und wurde inzwischen zu einem weiteren Jahr Haft verurteilt. Dagegen ging er in Berufung. Weil er bis heute keine Einsicht zeigt und das Stalking weitergeht, wurde er dort zu einem weiteren Jahr Haft verurteilt. Er ging in Berufung. Nun wurde er plötzlich entlassen – und der Berufungstermin ist erst für Ende September angesetzt. Claudia ist entsetzt: Gibt es wirklich keine Möglichkeit, sie zu schützen?